ANTI - DEFAMATION FORUM





Hamas Harakat Al-Muqawama Al-Islamiya


Die zum islamistischen Lager gehörende HAMAS (Akronym aus "Harakat Al-Muqawama Al-Islamiya" = "Islamische Widerstandsbewegung") ist eine - 1987 gegründete - Organisation der sunnitischen "Muslimbruderschaft" (MB).

Sie ist der Überzeugung, dass Palästina im bewaffneten Kampf gegen die "zionistischen Okkupatoren" befreit werden muss. Ihr militärischer Arm, die "Izzedin-al-Kassem-Brigaden", ist für Terroraktionen verantwortlich.

Mehrere Attentate der HAMAS bzw. ihres militärischen Arms in Israel sollen die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern verhindern, zumindest beeinträchtigen. Der geistliche Führer und Gründer der HAMAS, Scheich Ahmed YASSIN, unterstrich mehrfach auf internationaler Ebene, bewaffnete Aktionen bis zum völligen Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten für notwendig zu halten. Im Rahmen der "Al-Aqsa-Intifada" bekannte sich die HAMAS zu mehreren Anschlägen in Israel.

Üblicherweise konzentriert sich die Anschlagspolitik der HAMAS nur auf Israel und die besetzten Gebiete. Für eine Erweiterung dieser Politik auf Ziele außerhalb Israels spricht eine Äußerung von Khaled MISHAL, Vorsitzender des Politischen Komitees der HAMAS und Mitglied des Rates der Organisation. Am 30.09.2000 forderte er in einem Interview mit Radio Monte Carlo jedermann auf, gegen die zionistische Aggression vorzugehen - nicht nur gegen die Zionisten in Palästina, sondern auch gegen Ziele auf der ganzen Welt. Auf die Frage, ob Anschläge in Israel verübt würden, antwortete er, es sei das Recht des palästinensischen Volkes, auf jede Art Vergeltung an den Zionisten zu üben.

Die HAMAS wird u.a. von Anhängern aus dem europäischen Ausland finanziell unterstützt. Die im Bundesgebiet lebenden HAMAS-Anhänger haben neben der agitatorischen Tätigkeit die Aufgabe, Geld für den Kampf in der Heimat zu beschaffen. In Hamburg ist die HAMAS mit etwa einem Dutzend Personen vertreten, die sich u.a. in Moscheen im Stadtteil St. Georg treffen, öffentliche Aktionen jedoch meiden.

Quelle: Verfassungsschutzbericht 2000 Hamburg